Front Alternative (Frontapp): 10 Tools ab 0 € im Vergleich

Front ist stark bei geteilten Postfächern, für Bestellaktionen im Shop aber nicht gebaut. Zehn Alternativen ab 0 €, mit Abrechnungsmodell, Shopify-Funktionen und den Fällen, in denen Front die bessere Wahl bleibt.

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Johannes Mansbart

By Johannes Mansbart

CEO & Co-Founder, chatarmin.com

Zuletzt geändert: October 26, 2026

☝️ Das Wichtigste in Kürze

  • Front: Starke E-Mail-Verwaltung, aber eingeschränkte Funktionen im Basistarif. Starter kostet 25 $ pro Seat bei jährlicher Zahlung und erlaubt bis 10 Seats, 10 Regeln und einen Workspace, WhatsApp gibt es erst ab Professional.
  • Ein Upgrade verteuert jeden Seat: Von Starter auf Professional steigt der Preis um 160 % auf 65 $, Copilot kommt mit 20 $ pro Seat dazu.
  • Die Shopify-Integration zeigt Bestelldaten an, Storno und Erstattung direkt aus dem Ticket bieten laut eigener Doku etwa Gorgias und Help Scout.
  • Für DACH-Shops wichtig: Fronts CSAT-Umfrage für Kund:innen gibt es laut Help Center nur auf Englisch, eine EU-Datenresidenz haben wir in Vertrag und Preisseite nicht gefunden.
  • Die Abrechnung entscheidet: Großes Team mit wenig Tickets fährt mit Ticket-Preisen wie bei Gorgias günstiger, kleines Team mit viel Volumen mit Seats.

Eine Kundin will stornieren. Dein Agent sieht die Bestellung in Front, storniert aber im Shopify-Admin. Zwei Tools für eine Standardanfrage.

Gemeint ist Front, die Software für geteilte Team-Postfächer, die viele noch als Frontapp kennen. Front ist stark, wenn mehrere Leute gemeinsam E-Mails abarbeiten. Ein Shop-Backend ist es nicht.

Hier findest du zehn Front Alternativen mit Preis, Abrechnungsmodell und der Antwort, mit welchen davon du Shopify-Bestellungen direkt im Ticket bearbeitest. Die Tabelle steht direkt unter der Kurzantwort.

Gibt es eine Alternative zu Front?

Ja. Für Bestellaktionen direkt im Ticket passen Gorgias, Help Scout oder armincx by Chatarmin, für eine günstigere Team-Inbox Help Scout, Missive oder Hiver. Bei Front bleibst du am besten, wenn dein Team vor allem gemeinsam E-Mails bearbeitet.

Front Alternativen im Vergleich: Preise und Shop-Funktionen

Stand 12.10.2026, Einstiegspreise pro Monat, bei Seat-Modellen mit jährlicher Zahlung. Wo ein Anbieter Euro-Listenpreise veröffentlicht, steht der Euro-Preis. Front, Help Scout, Missive, Hiver, Gorgias und Fin zeigen nur US-Dollar, eine Umrechnung wäre geraten. Quelle und Datum je Tool stehen in den Profilen weiter unten.

Tool Gut für Preis ab Abrechnung WhatsApp Shopify im Ticket
Front (Referenz) gemeinsame E-Mail-Arbeit 25 $ pro Seat ab Professional, plus 20 % Admin-Gebühr Anzeige von Bestelldaten
Help Scout schlanke Team-Inbox kostenlos bis 5 Nutzer, sonst 25 $ pro Nutzer ab Standard Storno, Erstattung, Bearbeiten
Missive Kleinteams mit E-Mail und Chat 14 $ pro Nutzer als Integration gelistet k. A.
Hiver Support im Gmail- oder Outlook-Postfach 25 $ pro Nutzer, mind. 2 in Hiver Omni, Tarif offen Integration erst ab Pro (55 $)
Gorgias Shopify-Shops 10 $ für 50 Tickets pro Ticket ja, laut Gorgias-FAQ Storno, Erstattung, Bearbeiten
armincx by Chatarmin DACH-Shops mit WhatsApp-Fokus im Gespräch Paketpreis Hauptkanal Storno, Adressänderung, Retoure (auch Shopware, JTL)
Zendesk große Teams mit SLAs 19 € pro Agent nicht in Support Team, mit Zusatzgebühren k. A.
Freshdesk günstiges E-Mail-Ticketing 17 € pro Agent über Freshdesk Omni k. A.
Fin (vormals Intercom) KI soll Tickets allein lösen 0,99 $ pro Outcome, mind. 50 im Monat pro Ergebnis ja k. A.
Trengo Multichannel-Inbox aus der EU 299 € für 10 Nutzer Paket ja Bestelldetails anzeigen
Zammad strenger Datenschutz, interne IT 7 € pro Agent nicht im Starter k. A.

„k. A.“ heißt: kein belastbarer Beleg gefunden.

Damit es klar ist: armincx ist unser Produkt. Die Angaben dazu sind Herstellerangaben, einen Preis nennen wir hier bewusst nicht.

Welche Front Alternative passt zu deinem Fall?

  • Die Seat-Rechnung ist zu hoch, die Arbeitsweise passt: Help Scout oder Missive
  • Dein Team lebt in Gmail: Hiver
  • Shopify-Bestellungen sollen im Ticket erledigt werden: Gorgias oder Help Scout
  • WhatsApp ist dein Hauptkanal, Shopware oder JTL stecken im Stack: armincx
  • Große Teams mit SLAs und Routing: Zendesk
  • Die KI soll Tickets ohne Menschen abschließen: Fin
  • Hosting in Deutschland ist Pflicht: Zammad über deutsche Hosting-Partner oder selbst gehostet, mit Hosting in Frankfurt auch armincx

Was Front (Frontapp) gut kann und wo es aufhört

Die Entwickler von Front haben eine beeindruckende Plattform geschaffen, die Unternehmen dabei unterstützt, ihre Mailbox in ein effizientes Kommunikations- und Kollaborationstool zu verwandeln. Sie richtet sich insbesondere an Unternehmen, die interne und externe E-Mails besser organisieren möchten.

Das kann Front gut:

  • Zusammenarbeit: Zuweisungen, interne Kommentare, Regeln und Analytics im gemeinsamen Postfach
  • Verbreitung: über 9.300 Unternehmen laut Preisseite (Abruf 22.09.2026)
  • WhatsApp nativ: mehrere Business-Nummern direkt in Front (Help Center, Stand Mai 2026), laut Preisseite ab dem Professional-Plan
  • KI-Kurs: Copilot, Autopilot und eine offene Plattform für externe Agenten wie Sierra oder Decagon (agents.front.com, Aug. 2026)

Wo Front aufhört: bei der Bestellung selbst. Front beschreibt die Shopify-Integration als Anzeige von Kunden-, Bestell-, Refund- und Adressdaten (Integrationsseite).

Laut Help Center öffnet ein Klick die passende Seite in Shopify (Help Center, Stand 01.10.2026). Storno oder Erstattung direkt aus Front beschreiben weder Integrationsseite noch Help Center.

Kosten und Skalierbarkeit: Worauf es bei einer Alternative wirklich ankommt

Drei Modelle stehen sich gegenüber: pro Seat, pro Ticket und pro Ergebnis. Welches für dich günstiger ist, entscheiden zwei Zahlen: Teamgröße und Ticketvolumen.

So rechnet Front ab

Plan Preis pro Seat Seats Regeln
Starter 25 $ bis 10 bis 10
Professional 65 $ bis 50 bis 20
Enterprise 105 $ k. A. unbegrenzt

Quelle: front.com/pricing, jährliche Zahlung, Abruf 12.10.2026.

Der Haken steckt im Upgrade. Front vergibt Tarife für die ganze Organisation. Seats lassen sich nicht über Pläne mischen. Wer von Starter auf Professional wechselt, zahlt für jeden Seat 160 % mehr.

Dazu kommen Posten, die erst auf der Rechnung auffallen:

  • Copilot: 20 $ pro Seat als Add-on in Starter und Professional
  • Autopilot: ab 0,05 $ pro Konversation
  • WhatsApp: Meta-Gebühren plus 20 % Admin-Gebühr, nur ab Professional
  • API: 200 $ pro Monat je 100 zusätzliche Requests pro Minute
  • Onboarding: Pflichtpaket bei Verträgen über 25.000 $

Rechenbeispiel: 12 Agents auf Professional plus Copilot kosten 12 × 85 $ = 1.020 $ im Monat, ohne WhatsApp und Autopilot. Alle Tarifdetails stehen in unserem Beitrag zu den Front Preisen.

So rechnen die Alternativen ab

  • Pro Ticket (Gorgias): Die Teamgröße ist egal, nur das Volumen zählt.
  • Pro Ergebnis (Fin): 0,99 $ pro Outcome bei mindestens 50 Outcomes im Monat (Preisseite).
  • Pakete (Trengo): 10 oder 20 Nutzer am Stück.
  • Seat-Blöcke (Hiver): ab fünf Seats in Fünferschritten (dragapp.com).

Die Faustregel: Großes Team mit wenig Tickets fährt mit Ticket-Preisen günstiger, kleines Team mit viel Volumen mit Seats. Läuft viel über WhatsApp, frag zuerst, ob der Anbieter auf die Meta-Gebühren etwas aufschlägt. Und prüf die Währung: Fünf der zehn Alternativen zeigen nur Dollar-Preise. Bei Abrechnung in Dollar schwankt dein Betrag in Euro mit dem Wechselkurs.

Front Erfahrungen: Lob und Kritik aus G2, Capterra und OMR

Plattform Bewertung Reviews Stand
G2 4,7 von 5 rund 2.500 Abruf 22.09.2026
Capterra 4,5 von 5 286 Abruf 22.09.2026
OMR Reviews 4,5 von 5 20, alle älter als 12 Monate Abruf 12.10.2026

Für den DACH-Raum ist die Datenlage dünn: 20 OMR-Bewertungen, keine aus den letzten zwölf Monaten.

Gelobt wird:

  • Zusammenarbeit über interne Kommentare und Erwähnungen
  • E-Mails teilen statt weiterleiten
  • Snooze und Vorlagen
  • schneller Einstieg für neue Teammitglieder (OMR)

Kritisiert wird:

  • Preis: Die meisten Capterra-Reviewer nennen das Pricing teuer, mit hohen Seat-Kosten und unerwarteten Erhöhungen (Capterra). Auch der schwächste Capterra-Teilwert betrifft das Preis-Leistungs-Verhältnis (4,1).
  • Outlook: Ein Director bemängelt auf Capterra den fehlenden echten Zwei-Wege-Sync mit Outlook (paraphrasiert, Capterra, Review-Datum nicht belegt).
  • Setup und Alltag: aufwändiges Onboarding, schwache Suche, verbesserungswürdige Mobile-App, langsame Ladezeiten (OMR).
  • Funktionsumfang: Bei den negativen G2-Themen führen „Missing Features“ (67 Nennungen) und „Email Issues“ (58).
  • Wechselgrund Preisstufen: Ein Trustpilot-Nutzer suchte neun Monate nach Ersatz, weil die Seat-Preise mit jeder Funktionsstufe bis auf 105 $ pro Agent stiegen (paraphrasiert, Trustpilot, Review-Datum nicht belegt).

Zur Einordnung: Mehrere prominente Capterra-Reviews zu Front sind als incentiviert gekennzeichnet (Capterra). Das ist auf Portalen üblich, verschiebt das Bild aber Richtung positiv.

DACH-Check: Sprache, Datenschutz und Shopsysteme

  • Oberfläche: Fronts Übersicht aller persönlichen Einstellungen enthält keine Sprachwahl für die Oberfläche (Help Center, Stand Juli 2026). Front-Support hatte schon 2023 Englisch als einzige offizielle Sprache genannt (Community).
  • Kundenseite: CSAT-Umfrage und Terminbuchungsseiten gibt es laut Help Center nur auf Englisch (Help Center, Stand Juni 2026). Deine Kund:innen bekommen die Zufriedenheitsumfrage also auf Englisch.
  • Datenschutz: Der Auftragsverarbeitungsvertrag nutzt Standardvertragsklauseln, verweist auf eine Subprozessorenliste mit Vorankündigung und adressiert das Schweizer Datenschutzgesetz (front.com/legal, Stand Juli 2026).
  • Datenresidenz: Ein EU-Rechenzentrum haben wir weder im Vertrag noch auf der Preisseite gefunden. Braucht dein Datenschutzbeauftragter den Hosting-Ort, frag ihn schriftlich bei Front an.
  • Shopsysteme: Für Shopify gibt es die Anzeige-Integration. Für Shopware, JTL oder WooCommerce lag uns kein Beleg einer Front-Integration vor.
  • Währung: Front veröffentlicht seine Preise nur in US-Dollar (Preisseite). Für DACH-Budgets heißt das: Wechselkurs mit einplanen.

Die Front Alternativen im Einzelnen

Help Scout: der direkteste Umstieg

Shared Inbox, Docs und einfache Workflows fühlen sich für Front-Teams vertraut an.

  • Kostet: 0 $ im Free-Plan (5 Nutzer, 1 Inbox, 100 Kontakte pro Monat), Standard 25 $ pro Nutzer (Preisseite, Abruf 12.10.2026)
  • Kann: die jüngsten Shopify-Bestellungen deiner Kund:innen in der Sidebar erstatten, stornieren, bearbeiten und duplizieren (Docs, Stand 09/2026)
  • Hakt bei: KI-Antworten kosten 0,75 $ pro Resolution zusätzlich

Missive: Inbox und Chat für kleine Teams

Kollaborative Inbox für E-Mail, SMS, WhatsApp und Social, ohne formale Support-Prozesse (get-alfred.ai, sekundär).

  • Kostet: Starter 14 $ pro Nutzer für bis zu 5 Nutzer, Productive 24 $, Business 36 $, jeweils bei jährlicher Zahlung; kein Free-Plan, aber 30 Tage Test (Preisseite, Abruf 12.10.2026)
  • Kann: alle Kanäle in einer gemeinsamen Inbox, Co-Drafting in Echtzeit; WhatsApp ist auf der Preisseite als Integration gelistet
  • Hakt bei: Shared Inbox statt Helpdesk, keine dokumentierten Shopify-Aktionen

Hiver: Support im gewohnten E-Mail-Postfach

Hiver ist in Gmail entstanden. Die aktuelle Version Hiver Omni arbeitet laut Preisseite mit Gmail, Outlook und weiteren E-Mail-Anbietern.

  • Kostet: Growth 25 $, Pro 55 $, Elite 85 $ pro Nutzer bei jährlicher Zahlung (Preisseite, Abruf 12.10.2026), mindestens 2 Seats (dragapp.com)
  • Kann: E-Mail, Live-Chat, Slack, Voice, WhatsApp und Social in einer Oberfläche
  • Hakt bei: Shopify gehört zu den „Premium integrations“ und ist erst ab Pro für 55 $ enthalten; für welchen Tarif WhatsApp gilt, nennt die Preisseite nicht

Gorgias: der Shopify-Helpdesk mit Ticket-Preis

Gorgias rechnet nach Tickets statt nach Seats ab.

  • Kostet: Starter 10 $ für 50 Tickets, Basic 60 $ für 300 Tickets (gorgias.com, 05/2026)
  • Kann: Bestellungen aus dem Ticket stornieren, erstatten, bearbeiten oder neu anlegen (Docs, Abruf 12.10.2026)
  • Hakt bei: Bearbeiten nur bis 60 Tage nach Bestellung, keine Erstattung bei mehreren Zahlungsmitteln; Voice und SMS sind laut Preisseite volumenabhängige Add-ons

Zendesk: Ticket-Tiefe für große Teams

Die Referenz für SLAs, skill-basiertes Routing und Reporting.

  • Kostet: Support Team 19 €, Suite Team 55 €, Suite Professional 115 € pro Agent (Preisseite, Abruf 12.10.2026)
  • Kann: Governance und Routing für viele Abteilungen und Länder
  • Hakt bei: WhatsApp fehlt laut Vergleichstabelle im Support-Team-Plan, dazu fallen Zusatzgebühren an; Einrichtung und Pflege brauchen nach unserer Einschätzung mehr Zeit als bei Front

Freshdesk: günstiges E-Mail-Ticketing

Niedriger Einstieg für Teams, die vor allem E-Mail-Tickets abarbeiten.

  • Kostet: 17 € pro Agent im Growth-Plan bei jährlicher Zahlung (deutsche Preisseite, Abruf 12.10.2026)
  • Kann: E-Mail-Ticketing mit Automatisierung
  • Hakt bei: WhatsApp und Chat nur über das separate Produkt Freshdesk Omni, Copilot ab Pro für 29 € pro Agent extra

Fin (vormals Intercom): KI-Agent mit Ergebnispreis

Intercom heißt seit Mai 2026 Fin. Salesforce hat die Übernahme für rund 3,6 Mrd. $ vereinbart, der Abschluss steht noch aus (Trending Topics).

  • Kostet: 0,99 $ pro Outcome bei mindestens 50 Outcomes im Monat, höchstens ein Outcome pro Konversation; mit dem Fin-Helpdesk kommen 29 $ pro Seat dazu (Preisseite, Abruf 12.10.2026)
  • Kann: Tickets per KI-Agent ohne Menschen abschließen, auch auf WhatsApp und laut Preisseite auch mit anderen Helpdesks
  • Hakt bei: Auch „assumed resolutions“ werden berechnet, also Konversationen, die Kund:innen ohne weitere Frage verlassen (Help Center)

Trengo: Multichannel-Inbox aus den Niederlanden

Omnichannel-Inbox, die offizielle WhatsApp-Integration ist laut Preisseite in Boost und Pro enthalten (Preisseite).

  • Kostet: Boost 299 € für 10 Nutzer, Pro 499 € für 20 Nutzer (Preisseite, Abruf 22.09.2026)
  • Kann: die letzten Shopify-Bestellungen in der Inbox anzeigen; der KI-Agent liest Bestellstatus, Erstattungsinfos und Tracking aus (Help Center, Stand 05/2026)
  • Hakt bei: kleinste Einheit sind 10 Nutzer; Storno oder Erstattung aus dem Ticket beschreibt das Help Center nicht (Help Center)

Zammad: Open Source, auf Wunsch in Deutschland gehostet

Die Antwort, wenn dein Datenschutzbeauftragter einen deutschen Serverstandort verlangt.

  • Kostet: Cloud ab 7 € pro Agent (Preisseite, Abruf 22.09.2026), Self-Hosting ohne Lizenzkosten
  • Kann: Hosting über Partner in deutschen oder europäischen Rechenzentren inklusive AV-Vertrag (we-manage.de)
  • Hakt bei: kein WhatsApp im Starter, keine dokumentierten Shopify-Aktionen; beim Self-Hosting trägst du Updates und Backups selbst

armincx statt Front: wann das passt und wann nicht

armincx ist KI-Kundenservice für E-Commerce im DACH-Raum. Wir passen nicht zu jedem Team, deshalb hier beide Seiten.

Gute Gründe für armincx:

  • WhatsApp ist dein Hauptkanal, im Service und für Kampagnen, die du mit Chatarmin dazunimmst.
  • Standardanfragen sollen im Shop etwas auslösen: Storno, Adressänderung, Retoure in Shopify, Shopware und JTL (eigene Angabe).
  • Dein Datenschutz will Fakten sehen: Hosting in Frankfurt, Zertifizierung nach ISO/IEC 27001:2022 durch TÜV Austria.
  • Du willst ein deutschsprachiges Team für Onboarding, KI-Training und Migration.

Zur Automatisierung: Das beste Viertel von 140 aktiven Merchants (35 Shops) automatisiert im Schnitt 61,2 % der gelösten Tickets (eigene Erhebung).

Gute Gründe gegen armincx:

  • Dein Team arbeitet fast nur intern per E-Mail, ohne Shop dahinter. Dann passen Front oder Missive besser.
  • Dein Support lebt in Gmail. Dann ist Hiver näher an deinem Alltag.
  • Du brauchst einen IT-Service-Desk oder arbeitest für eine Behörde. Dafür ist Zammad gebaut.
  • Du willst per Kreditkarte starten, ohne Gespräch. Help Scout ist dafür schneller, bei uns gibt es Preise im persönlichen Termin.
  • Du willst unabhängige Reviews zu genau diesem Produkt lesen. Eigene G2- oder OMR-Bewertungen für armincx gibt es noch nicht.

Falls du eigentlich nach einer Alternative zu Chatarmin suchst: Dafür gibt es einen eigenen Vergleich auf unserem Blog.

Bei Front bleiben: diese vier Fälle sprechen dafür

Ein Wechsel kostet Zeit und Einarbeitung. In diesen Fällen lohnt er sich nicht:

  1. Dein Team bearbeitet vor allem E-Mails gemeinsam, Shop-Aktionen sind selten. Genau dafür ist Front gebaut.
  2. Dein Team bleibt unter 10 Seats und kommt mit 10 Regeln und einem Workspace aus. Dann zahlst du 25 $ pro Seat.
  3. Englisch ist für Team und Kund:innen kein Problem, auch bei der CSAT-Umfrage.
  4. Du willst externe KI-Agenten in eine gemeinsame Inbox holen. Front öffnet sich dafür gerade für Anbieter wie Sierra oder Decagon.

Wechsel von Front: fünf Punkte vor der Kündigung

  1. Kündigung und Export timen. Laut Help Center kündigst du jederzeit in den Billing-Einstellungen, bereits gezahlte Beträge werden aber nicht erstattet. Nach Vertragsende löscht Front die Daten standardmäßig nach 30 Tagen, also exportiere vorher (Help Center, Stand Juni 2026).
  2. Regelwerk auf eine Seite bringen. Starter erlaubt bis 10 Regeln, Professional bis 20. Notier zu jeder Regel Auslöser, Bedingung und Ergebnis, dann ist der Nachbau eine Sache von Stunden.
  3. WhatsApp-Templates mitdenken. Laut Help Center entstehen die Templates in den WhatsApp-Business-Einstellungen bei Meta, Front passt nur Variablen an. Kläre vor der Kündigung, wie Nummer und Templates umziehen.
  4. Shopify-Anbindung neu denken, nicht nur umziehen. Front liest Bestelldaten, das neue Tool soll im Shop handeln. Kläre, welche Rechte es braucht und wo die Grenzen liegen, bei Gorgias etwa das 60-Tage-Limit fürs Bearbeiten.
  5. Überlappung budgetieren. Neue Anfragen laufen ab Stichtag ins neue Tool, Front bleibt nur für Altfälle offen. Seats lassen sich laut Preisseite innerhalb eines Plans entfernen, also reduziere sie in dieser Phase.

Fazit: Inbox-Problem oder Bestell-Problem

Kläre vor der Wahl, welches Problem du lösen willst. Ist es die Seat-Rechnung, reicht oft eine schlankere Inbox wie Help Scout, Missive oder Hiver.

Sind es Bestellanfragen, brauchst du ein Tool, das im Shop handelt: Gorgias, Help Scout oder armincx. Ist WhatsApp dein Hauptkanal und arbeitest du mit Shopware oder JTL, wird die Auswahl klein.

Bring deine fünf häufigsten Ticketarten in eine Demo mit, wir spielen sie in armincx mit deinen Shopdaten durch.

FAQ zu Front Alternativen

Gibt es eine Alternative zu Front?

Ja. Für Bestellaktionen im Ticket passen Gorgias, Help Scout oder armincx by Chatarmin, für eine günstigere Team-Inbox Missive oder Hiver.

Welche Front Alternative passt für Shopify-Shops?

Kommt darauf an. Für reine Shopify-Shops bieten Gorgias und Help Scout Bestellaktionen im Ticket, bei WhatsApp als Hauptkanal oder Shopware und JTL im Stack passt armincx.

Gibt es Front auf Deutsch?

Nein. Fronts Einstellungen bieten laut Help Center keine Sprachwahl für die Oberfläche, und CSAT-Umfrage sowie Terminbuchungsseiten gibt es nur auf Englisch (Stand Sommer 2026).

Ist Gorgias günstiger als Front?

Kommt darauf an. Mit großem Team und wenig Tickets ist das Ticket-Modell von Gorgias meist günstiger, mit kleinem Team und hohem Volumen das Seat-Modell von Front.

Welche Front Alternative ist günstig für kleine Teams?

Help Scout bietet einen Free-Plan für bis zu 5 Nutzer mit einer Inbox und 100 Kontakten im Monat. Zammad startet in der Cloud ab 7 € pro Agent, Missive ab 14 $ pro Nutzer.

Was kann die Shopify-Integration von Front?

Laut Help Center zeigt sie Kunden- und Bestelldaten in der Inbox und öffnet per Klick die passende Seite in Shopify. Storno oder Erstattung direkt aus Front beschreibt Front dort nicht.

Heißt es Front oder Frontapp?

Die Software heißt Front. „Frontapp“ stammt von der früheren Domain frontapp.com und ist bis heute ein häufiger Suchbegriff.

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